Presseankündigung vom 10.04.2006

 

Konzert Orgel und Akkordeon in der Kirche
Pfungstädter Akkordeonensemble musiziert gemeinsam mit Hans Maier und Kaori Mune-Maier am 20. April in der evangelischen Kirche in Pfungstadt

Am 20. April engagiert sich das Pfungstädter Akkordeonensemble für die neue Orgelmusikreihe der evangelischen Kirchengemeinde in Pfungstadt. Zum ersten Mal finden in der Evangelischen Kirche in Pfungstadt in diesem Jahr diese Orgelwochen statt. An fünf Abenden von April bis Mai wird auf der historisch wertvollen Orgel der Kirche im Herzen Pfungstadts Konzertantes von Bach bis in die musikalische Neuzeit geboten.
Das erste Konzert in dieser Serie veranstaltet Christian Lorenz, der Kantor der evangelischen Kirchengemeinde in Pfungstadt, in Zusammenarbeit mit der Akkordeon-Vereinigung 1936 Pfungstadt e.V. aus Anlass deren 70-jährigen Bestehens. Auf dem Programm stehen in der evangelischen Kirche in Pfungstadt an diesem Abend neben dem Akkordeonensemble der AVP die renommierte Organistin und Cembalistin Kaori Mune-Maier, Gewinnerin nationaler und internationaler Orgelmusikpreise und Stipendien sowie der Akkordeon-Solist Hans Maier, ebenfalls Gewinner und Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, Stipendien und Kultur- Preise. Auf dem Programm stehen von Johann Sebastian Bach (1685-1750) „Concerto per due cembali senza ripieno in C-Dur, BWV 1061a (o.T. – Adagio ovvero Largo – Fuga “, von Franz Liszt (1811-1886) „Präludium&Fuge über B-A-C-H (arr.: Rudolph Würthner)“, von Nikolaus Brass (1949) „Echofantasie für P.K. (2004)“ und von Albrecht Gürsching (1934) „Triptychon für Akkordeon und Orgel, 3 Stücke über Mozarts Requiem (2003)“.
Kaori Mune-Maier absolvierte ein Orgel-, Cembalo- und Generalbaß-Studium bei Martin Haselböck, Lorenzo Ghielmi, Edoardo Bellotti, Ulrich Bremsteller, Seiji Kubota, Alberto Rinaldi und Marieke Spaans an der Soai-University Osaka/Japan und an den Musikhochschulen in Hannover, Lübeck, Trossingen und Mailand; zusätzlich Meisterkurse bei bedeutenden Orgel- und Cembalo-Interpreten, u.a. Wolfgang Zehrer, Jean-Claude Zehnder, Ludger Lohmann, Andrea Marcon, Lars-Ulrik Mortensen, Robert Hill etc. Kaori Muni-Maier nahm bereits eine Reihe von Konzertverpflichtungen sowohl für Orgel-Recitale, aber auch als Solistin mit Symphonieorchestern an wichtigen Orgeln in Europa (Augustinerkirche Wien, San Maurizio Milano, Dom zu Freiberg, Cathedrale Brüssel etc.) sowie in den kulturellen Zentren Japans war; als Cembalistin hatte sie darüber hinaus bereits zahlreiche Auftritte mit mehreren Ensembles, die sich der historischen Aufführungspraxis verschrieben haben, und als Solistin ist sie Gewinnerin des internationalen Orgel-Wettbewerbs von Magadino 2002, sowie des internationalen Orgelwettbewerbs von Laubach 2004, des Bach-Preises und des 3. Preises des internationalen Orgel-Wettbewerbs von Füssen-Breitenwang- Mittenwald 2002. Sie pflegt die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten, unter ihnen Albrecht Gürsching, Nikolaus Brass und Sunao Isaji, die ihr ihre Werke anvertraut und gewidmet haben. Kaori Mune Maier ist Stipendiatin des japanischen Kultusministeriums, der Rohm-Music-Foundation und der internationalen Händel-Akademie 2003. CD- und TV-Aufnahmen ergänzen ihre künstlerische Tätigkeit. Derzeit ist Kaori Mune-Maier als Sie ist als Organistin an der Christuskirche Bad Aibling tätig, unterrichtet Cembalo, Orgel und Generalbaß an der Musikschule München-Grünwald und war Korrepetitorin am Palazzo Ricci bei der Sommerakademie für alte Musik in Montepulciano 2005.
Hans Maier erhielt seinen ersten Akkordeonunterricht bei Michael Weingartner und Hedy Stark-Fussnegger an den Musikschulen in Kolbermoor und München-Grünwald. Von 1995 bis 1998 war er zunächst Jungstudent und belegte nach seinen Diplom im Studiengang Musiklehrer den künstlerischen Studiengang für die Solistische Ausbildung in der Meisterklasse bei Prof. Hugo Noth an der Musikhochschule Trossingen und schloß mit dem Examen der Konzertreife ab. Zusätzlich beschäftigte er sich auf zahlreichen Meisterkursen mit den Cembalisten Lars-Ulrik Mortensen und Jory Vinikour intensiv mit der historischen Aufführungspraxis alter Musik. Hans Maier ist Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, des DAAD, sowie des Japonicum-Stipendiums der Studienstiftung, absolvierte 2002 ein Orchesterpraktikum an der Staatsoper Stuttgart und ist Teilnehmer der Austria Barock Akademie 2004 und der Sommerakademie Montepulciano 2005. Er verfolgt eine ausgeprägte Konzerttätigkeit sowohl als Solist als auch in Kammermusikformationen bei renommierten Konzertreihen (u.a. Lautwechsel 2005, Gmundener Festwochen 2004, Traumspiele 2002, Artionale 2004, Orgelfestival Smarano, Expo 2000 etc.) und in bekannten Konzerthäusern (u.a. Gasteig München, Staatsoper und Schauspielhaus Stuttgart, Schauspielhaus Bochum, Maytheater Osaka, Slowackie-Theater Krakau, Reinanzaka Kyokai Tokyo, Hofkirche Wien etc.) in Europa und Japan. Aufnahmen bei SWR und BR ergänzen seine künstlerische Tätigkeit. Mit mehreren Komponisten, unter ihnen Albrecht Gürsching und Nikolaus Brass, hat er zusammengearbeitet und die ihm gewidmeten Werke, z.T. gemeinsam mit seiner Frau Kaori Mune-Maier uraufgeführt. Seit 2002 leitet er erfolgreich (u.a. Bundespreisträger/Innen „Jugend musiziert“, Stipendiaten „Elite des BR, etc.) eine Klasse für Akkordeon und Kammermusik an der Kreismusikschule Fürstenfeldbruck, seit 2005 als Fachgruppensprecher. Auf Fortbildungsveranstaltungen in Deutschland und Italien hat er Akkordeon und Kammermusik unterrichtet, sowie Vorträge über die historische Aufführungspraxis gehalten.
Das Pfungstädter Akkordeon-Ensemble besteht seit etwa zehn Jahren. Es hat in diesem Zeitraum zahlreiche Preise und hervorragende Platzierungen auf nationalen und internationalen Wertungsspielen in der Höchststufe erzielt sowie zahlreiche Konzerte gespielt und Tourneen u.a. nach England, Frankreich und Italien unternommen. Das Pfungstädter Akkordeon-Ensemble gehört zur Akkordeon-Vereinigung 1936 Pfungstadt und besteht derzeit aus Daniela Cappel-Hemmje, Marco Paukert, Dirk Raab, Juliane Kuhn und Matthias Hemmje.

Der Eintritt zum Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten.

 


© 2006 Akkordeon-Vereinigung 1936 Pfungstadt e.V.