Nachwuchskünstlerkonzert

Nach Jahren nichts verlernt

Juni 2018

Gut besucht war am Montag das 20. Nachwuchskünstlerkonzert in der Säulenhalle, veranstaltet von der städtischen Kinder- und Jugendförderung. Hier stellen sich junge Musiker ab sieben Jahren ihrem Publikum vor.

Angesichts der 20. Auflage dieser besonderen Veranstaltung hatte sich Jugendpfleger Matthias Hirt eine kleine Besonderheit einfallen lassen. "Ich habe einige der ehemaligen Mitwirkenden aus dem ersten Konzert 1994 kontaktiert, um sie zu einem erneuten Auftritt hier zu bewegen", sagte er in seiner Auftaktmoderation. Dabei sagten ihm drei Spielerinnen ihren Auftritt zu.

Claudia Gohr, Juliane Euler und Mareike Hochschild waren Schülerinnen von Daniela Cappel-Hemmje gewesen und hatten sich mit Kompositionen von Alfons Holzschuh ihrem Publikum bei der Premiere dieser Konzertreihe vorgestellt. Sie sind nun selbst Mütter und teilweise auch im Beruf. Lediglich Juliane Euler, damals noch Juliane Kuhn, spielt heute noch Akkordeon im Orchester und in den Ensembles der Akkordeon-Vereinigung Pfungstadt. Für sie war daher der gemeinsame Auftritt mit Mareike Hochschild, damals noch Mareike Schrenk, keine Sache, für die es langer Vorbereitung bedurfte. Ihre Mitspielerinnen hatten dagegen die Zeit vor dem Konzert genutzt, um wieder mit dem Instrument zu üben, das schon seit geraumer Zeit in der Ecke stand.

"Ich kann mir vorstellen, wieder regelmäßig zu spielen, wenn ich dafür Zeit in meinem Alltag finde", sagt Claudia Gohr, damals Claudia Gebauer. Auch Mareike Hochschild will wieder üben. "Ich werde vielleicht bis Weihnachten für meine Tochter ein kleines Konzert einstudieren", sagt sie. "Wir hatten damals ganz schön Lampenfieber, aber das gilt auch für heute Abend", so Hochschild und Gohr, während Juliane Euler weniger von diesem Virus angesteckt ist, dank der regelmäßigen Übung und der Auftritte mit der AKkordeon-Vereinigung Pfungstadt.

Mit dabei ist auch Daniela Cappel-Hemmje, die damalige Lehrerin der drei Akkordeonistinnen. "Dass die drei heute noch einmal mit den damaligen Musikstücken auftreten, finde ich richtig cool und mutig", sagt sie. Sie bedauert, dass zwei ihrer ehemaligen Schülerinnen nicht mehr musizieren, aber damals hätten sie gern bei diesem ersten Konzert mitgemacht. "Ich fand diese Möglichkeit, vor einem Publikum zu spielen eine gute Sache, denn das ist für die Schüler jeweils auch ein Anlass zum intensiveren Üben", sagte Cappel-Hemmje, die auch beim aktuellen Konzert wieder Schüler als junge Solisten dabei hat.